Nach 4 erlebnisreichen Wochen, verabschiede ich mich mit einigen Schnappschüssen aus Kuba. Ich habe wunderschöne Orte und Landschaften gesehen, den Alltag der Kubaner kennengelernt und neue Freundschaften geschlossen. Kuba ist ein abwechslungsreiches Reiseland, das für jeden Geschmack etwas bereit hält. Sei es das hektische und ver-rückte Großstadtleben, die Abgeschiedenheit in der ländlichen Region oder die vielen schönen Strände. Wer hier herkommt, darf sich der Herzlichkeit der Kubaner gewiss sein. Vielen Dank für die vielen E-Mails, „Gefällt mir“ auf Fb und Kommentare zu diesem Blog. Ich hoffe ihr konntet ein paar neue Eindrücke gewinnen. Hasta Luego, THM.
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Hasta Luego – Schnappschüsse Kuba 2012
28. Februar 2012
Im Dschungel von Baracoa
26. Februar 2012
Der letzte, neue Ort auf dieser Reise, bevor es noch einmal nach Havanna geht, ist ein ganz besonderer. Baracoa ist die älteste Stadt des Landes und liegt abgeschieden ganz im Osten, mitten im tropischen Regenwald. Umgeben von dieser atemberaubenden Natur, zieht dieser kleine Ort für kubanische Verhältnisse relativ wenig Touristen an. Die Menschen hier sind sehr entspannt und auf den Straßen herrscht allgemeine Gelassenheit. Baracoa ist in erster Linie Anlaufpunkt, um die naheliegenden Naturschönheiten zu erkunden. In dem tropischen Regenwald gedeihen zahlreiche Pflanzen, vor allem aber wachsen Kakao und die roten Apfelbaum-Bananen. Das Wahrzeichen der Gegend ist der „El Yunque“, ein 575 m hoher Tafelberg, den man in ca. 2 ½ Stunden Aufstieg erklimmen kann. Es gibt in der Gegend um Baracoa 27 kristallklare Flüsse und 30 km entfernt, befindet sich der bekannte Humboldt-Nationalpark. Dieser ist der artenreichste im gesamten karibischen Raum und wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Es gibt weltweit keine andere tropische Insel, die eine höhere biologische Vielfalt aufweist. Es ist ein absolutes Paradies für Naturliebhaber.
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Der Salon Aquilera – Bitte nehmen Sie Platz
25. Februar 2012
Es folgt nun die zweite Alltagsgeschichte aus Kuba. Mitten in der Altstadt von Santiago befindet sich der Friseursalon Aquilera. Hier kann Mann sich die Haare und den Bart schneiden lassen. Soweit so gut, aber irgendwie laufen die Dinge in einem kubanischen Friseur doch ein wenig anders ab. Nichts gegen die fachlichen Qualitäten der Meisterschneider, aber die Ausstattung ist, typisch Kuba, nicht ganz auf dem aktuellsten Stand. Es wird mit einfachsten Mitteln versucht, das Beste für den Kunden möglich zu machen. Also, bitte nehmen Sie Platz.
Die Gewichtheber vom Combinado Deportivo Antonio Maceo
24. Februar 2012
Nachdem die meisten Blogs Impressionen von den verschiedenen Orten dieser Reise zeigten, folgen nun zwei Geschichten aus dem Alltag der Kubaner. Ich möchte noch einmal erwähnen, dass die bisher veröffentlichten Bilder nicht repräsentativ für das Land Kuba stehen können. Es sind zum Teil sehr idealisierte Darstellungen. Der Alltag der Kubaner hat viele Schattenseiten, die bisher nicht gezeigt wurden. Bei einem Durchschnittslohn von 15 € pro Monat bleibt einem nicht wirklich viel zum Leben. Da kann die Person auf dem Foto noch so nett lachen, es zeigt eben „nur“ diesen Ausschnitt der Wirklichkeit. Besonders erschüttert hat mich die wohnliche Situation der Menschen. Sie leben fast überall in Gebäuden, die wir in Deutschland als Abbruchhaus bezeichnen würden. Ich schaffe es leider nicht mehr auf dieser Reise sozialkritische Bereiche zu zeigen, obwohl mir solche Themen sehr wichtig sind. Nun gut, hier folgt die erste Alltagsgeschichte. Ich habe mehr oder weniger zufällig einen Kontakt zu aktiven und ehemaligen Gewichthebern in Santiago bekommen. Diese treffen sich Sonntags in einer heruntergekommen Turnhalle um ein wenig zu trainieren. Die Turnhalle ist Teil eines grossen Sportkomplexes des Combinado Deportivo Antonio Maceo. In der Woche trainieren die Uebungsleiter hier den Nachwuchs. Am Sonntag aber geht es vordergründig um Geselligkeit. Man führt zwar kleinere Wettkämpfe durch, aber diese nimmt keiner wirklich ernst. Es geht darum sich zu treffen, sich zu unterhalten und vor allem Spaß zu haben. Ich wurde sehr herzlich empfangen und wir haben viel gelacht.
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Santiago de Cuba – Glorreiche Geschichte und karibische Lebensart
21. Februar 2012
Santiago de Cuba ist mit knapp 500 Jahren eine der ältesten Städte des Landes und hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Es war Handelszentrum, Hauptstadt, wurde von mehrmals von Piraten geplündert, niedergebrannt und war nicht zuletzt immer wieder die Wiege von zahlreichen Revolutionen, die sich von hieraus über das ganze Land ausbreiteten. Die bekannteste war ohne Zweifel die Mitte des 20. Jahrhunderts, als Fidel Castro 1953 die Moncada-Kaserne stürmte und 6 Jahre später hier den Sieg der Revolution verkündete. Dieses Ereignis hat nicht nur die Stadt, sondern das ganze Land bis heute entscheidend geprägt. Es war der Beginn des sozialistischen Zeitalters. Heute leben rund eine halbe Mio. Menschen hier. Die Einwohner Santiagos sind stolz auf ihre Geschichte und sehr temperamentvolle Menschen, was u. a. auf den starken afrikanischen Einfluss zurückzuführen ist. Trotz der relativ vielen Schlepper und Bettler herrscht in der Stadt eine entspannte und gelassene Atmosphäre, karibische Gelassenheit eben. Überall wird Musik gelebt, sei es durch Straßenmusiker, zahlreichen kleinen Soundsystems oder in den bekannten Kneipen.
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Camagüey – Stadt der Kirchen und Tinajones
20. Februar 2012
Die Stadt Camagüey ist mit 315.000 Einwohnern die drittgrößte des Landes. Auf den ersten Blick hat sie scheinbar wenig Spektakuläres zu bieten. Das mag wahrscheinlich auch ein Grund sein, warum viele Touristen die Stadt nicht besuchen. Jedoch gibt es hier einige Schätze zu entdecken. Der historische Stadtkern zählt zu den besterhaltenen von Kuba, weshalb die UNESCO 2008 den Weltkulturerbetitel an Camagüey vergab. Bereichert wird die Stadt durch 8 Kirchen und noch einmal so viele Kapellen, die fast alle restauriert wurden. Das labyrinthartig angelegte Einbahnstraßensystem im Zentrum, kann einen zwar manchmal zur Verzweiflung treiben, dafür bekommt man unverhoffter Weise interessante Einblicke in das Alltagsleben der Einheimischen. Überall in der Stadt verteilt stehen die sogenannten Tinajones. Die bis zu 1,50 m hohen Tonkrüge, dienten vom 16. – 20. Jahrhundert aufgrund des Wassermangels, zum speichern und frisch halten von Regenwasser.
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Menschen in Kuba – Porträts Teil 1
16. Februar 2012
In Kuba leben knapp 12 Mio. Menschen. Nach ernst zu nehmenden Schätzungen bestehen die drei großen Ethnien zu jeweils einem Drittel aus Weißen, Mulatten und Schwarzen. Offizielle Angaben gehen von bis zu 66 % Weißen aus. Da bei dieser Umfrage aber jeder seine Hautfarbe selbst angeben konnte, hat diese Statistik wenig Relevanz (Info Michael Müller Verlag). Diese Verteilung der Ethnien ist mit der Kolonialherrschaft der Spanier zu begründen. Als die Weißen zu Beginn des 15. Jahrhunderts Kuba eroberten, wurden innerhalb von 50 Jahren fast alle Ureinwohner ausgerottet. Durch den Sklavenhandel kamen später Schwarze aus Afrika ins Land. Die Mulatten sind Nachkommen von beiden Ethnien. Obwohl die meisten Menschen mittellos sind, haben sie einen ganz eigenen Lebensmut entwickelt. Das Streben nach materiellen Dingen ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation (durchschnittlicher Monatslohn 15 Euro) kaum vorhanden. In erster Linie werden Dinge des alltäglichen Bedarfs benötigt. Kubaner sind sehr herzliche, hilfsbereite und vor allem gesellige Menschen. Verstärkt spürt man das in den ländlichen Regionen. Dort wird gegrüßt, nach dem Befinden gefragt und eh man sich versieht entsteht ein netter Smalltalk, auch wenn man die Sprache des Gegenüber nicht beherrscht.
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Trinidad – Das Juwel an der Karibik-Küste
14. Februar 2012
Trinidad, knapp 500 Jahre alt, ist einer der am besten erhaltenen Kolonialstädte Kubas. Aufgrund des historischen Altstadtkerns mit gepflasterter Straße, aufwendig sanierten Häusern und der einzigartigen Atmosphäre nahm es die UNESCO 1998 in die Liste der Weltkulturerbe auf. Sieht man einmal von den vielen Touristen und der daraus resultierenden Geschäftigkeit der Einwohner ab, ist es ein idyllisches Schmuckstück. Man kann sehr entspannt die Gassen erkunden und viele alte, schöne Häuser entdecken. In der ca. 70000 Einwohner großen Stadt gibt es außerdem zahlreiche Museen. Abgerundet wird die Attraktivität noch durch den 11 km entfernten Playa Ancòn, einen der schönsten Strände der südlichen Küste.
„Pimp my Ride“ – Kuba Version Vol. 1
11. Februar 2012
Hier kommt die kubanische Variante von “Pimp my Ride”. Für all diejenigen, denen die TV Staffel nicht bekannt ist, sei gesagt, dass in jeder Folge schrottreife Autos von professionellen Mechanikern aufgemotzt (Neudeutsch „gepimpt“) werden. Neben einer neuen Lackierung erhalten die alten Schlitten diverse neue Einzelteile wie Felgen, Sitze, Reifen und es werden zusätzlich Assessors eingebaut. Aufgrund des US-amerikanischen Einflusses bis Ende der 1950er Jahre und der nachfolgenden sozialistischen Verbundenheit mit den Ostblockstaaten und besonders zu Russland, gibt es in Kuba viele amerikanische Oldtimer und russische Ladas bzw. Moskvichs. Die Kubaner sind aufgrund planwirtschaftlicher Missstände und daraus resultierendem, fehlendem Eigenkapital dazu gezwungen, mit einfachen Mitteln ihre Autos selbst zu reparieren bzw. zu pimpen. Neue Fahrzeuge können sich die wenigsten leisten. Die Autos sind vielleicht nicht so hochwertig und zuverlässig, jedoch sind sie, was die kreative Gestaltung anbetrifft etwas ganz Besonderes. Ein Paradies für Liebhaber von Oldtimern. Let`s pimp the Rides!!!
Die Provinz Pinar del Rio – Im Tal von Vinales
10. Februar 2012
Nach 5 intensiven Tagen in Havanna bin ich doch froh die chaotische und hektische Hauptstadt verlassen zu haben. Es geht weiter in den Nordwesten Kubas, nach Vinales. Vinales ist ein kleiner Ort mit ca. 17 000 Einwohnern und gehört zur Provinz Pinar del Rio. Diese ist vor allem als größtes Tabakanbaugebiet des Landes bekannt. Aufgrund besonderer klimatischer Bedingungen (viel Regen und Sonne, hohe Luftfeuchtigkeit und ca. 25 Grad Durchschnittstemperatur) gedeihen aber auch viele andere Pflanzen, weshalb die Region als „Garten Kubas“ bezeichnet wird. Das Leben hier verläuft wesentlich ruhiger und früh morgens wird man lediglich von krähenden Hähnen geweckt. Genau das Richtige was ich jetzt brauch. Vinales liegt in einem Tal und wird von riesigen Felsen aus Kalk- und Karstgestein umschlossen. Ein ganz phantastisches Naturschauspiel das die UNESCO 1999 in die Liste der Weltkulturerbe aufnahm. Hinzu kommt der provinzielle Charme des Ortes. Es wird (fast) immer gegrüßt und einem ein ehrliches Lächeln geschenkt, ohne gleichen einen Kubadollar (CUC) zu verlangen.
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