Fetzengedanken

Äpfel und Birnen

21. Januar 2012

Die wachsende Zahl von Breitband-Anschlüssen in Deutschland ist ein Beweis für die Wirkungsmächtigkeit illegaler Filehoster? Oder um es kurz zu machen: Napster hat den DSL-Anschlüssen in Deutschland einen Wachstumsschub verpasst?

Das Internet ist bis heute der größte Gratis-Selbstbedienungsladen in der Geschichte. Gerade dieser Zustand hat das Web überhaupt so schnell wachsen lassen. Ein Beispiel: Im Jahr 2000 gab es in Deutschland 170.000 DSL-Anschlüsse. Das war das Jahr, in dem die Dotcom-Blase platzte, das Internet also plötzlich nicht mehr ganz so sexy zu sein schien. Aber es war auch das Jahr, in dem die Ur-Tauschbörse Napster ihren großen Durchbruch feierte. Sie erwies sich als Killer-Anwendung für DSL-Zugänge. Bereits 2001 waren es hierzulande 1,9 Millionen Anschlüsse, die Anzahl hatte sich binnen eines einzigen Jahres verelffacht – dank der Möglichkeit, plötzlich kostenlos und in unbegrenzter Menge an Musikdateien zu kommen.”

Wenn man dem Spiegel glaubt, ist das so. Man sollte in diesem Fall dem Spiegel nicht glauben. Denn hier werden zufällige Korrelationen zu Kausalitäten aufgeblasen. Das ist bieder und doof.

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