Diese Woche haben wieder Tausende in Halle gegen die Sparpläne der Landesregierung im Hochschulbereich protestiert. Erst zwei Wochen zuvor sind Studenten, Hochschulmitarbeiter und Bürger in der Saalestadt auf die Straße gegangen, um ihrem Unmut über die drohende Schrumpfung der Hochschullandschaft in Sachsen-Anhalt Ausdruck zu verleihen. Das ist ein gutes Zeichen. Denn auch wenn die zweite Demonstration kleiner ausfiel, als ihre Vorgängerin: Die Bereitschaft zum Engagement über die erste Empörung hinaus ist vorhanden.
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Engagement erhalten
16. Mai 2013
Weiterer Diskussionsbedarf
8. Mai 2013
Sie haben wahrscheinlich dazu beigetragen, dass Halle 2011 den Titel „Stadt der Wissenschaft 2012“ knapp verpasste: Die erfolgreichen Proteste der Lübecker gegen die Schließung der Unimedizin in der schleswig-holsteinischen Stadt. Denn das Bündnis aus Studenten, Wissenschaftlern und Bürgern hat sicher Sympathie bei der Jury des Preises geweckt, der vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vergeben wurde. Lübeck behielt seine Medizinerausbildung. Und wurde „Stadt der Wissenschaft 2012“, setzte sich also gegen Halle als Mitbewerber durch.
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Fremde Kinder ausbilden
25. April 2013
Der demografische Wandel – hin zu einer alternden Gesellschaft – soll in Sachsen-Anhalt als Argument für den Abbau von Studienplätzen im Land herhalten. Die Logik – weniger Kinder – weniger Schüler – weniger Studenten geht hier allerdings nicht auf.
Expertenrat hören
18. April 2013
Der Wissenschaftsrat berät Bund und Länder in Hochschulfragen. Auch Sachsen-Anhalt wird beraten. Fast genau ein Jahr ist es her, dass Experten des Gremiums im Auftrag der Landesregierung die Hochschulen im Land aufgesucht haben, um sich vor Ort ein Bild zu machen und Gespräche zu führen. Das Ziel: Die Hochschullandschaft zu evaluieren und Vorschläge zur künftigen Struktur zu machen. Obwohl der Wissenschaftsrat selbst wohl keine Sparvorschläge machen wird ist allen klar: Die künftige Struktur soll schlanker ausfallen.
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Wenig hilfreiche Idee
11. April 2013
Das Thema Plagiate in Doktorarbeiten bleibt auf der Tagesordnung. Nun hat sich Bundesbildungsministerin Johanna Wanka gefordert, die Prüfverfahren bei Promotionen zu vereinheitlichen. Entwickeln soll die Standards laut Wanka der Wissenschaftsrat, der Bund und Länder in Hochschulfragen berät. Dabei solle es unter anderem um die Themen Gutachter, Verfahrensdauer und Verjährung von Verstößen gehen.
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Fahrräder ohne Kette
4. April 2013
Sie geben alle Jahre wieder Anlass zum Staunen: Die Produkte, die die Hochschulen in Sachsen-Anhalt bei der Hannover Messe vorstellen. Sie machen deutlich, wie innovativ Forscher hierzulande arbeiten. Auch die kleineren Standorte in Sachsen-Anhalt sind bei der weltweit größten Industriemesse im Boot.
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Wirkung des Bafög erhalten
21. März 2013
Vor der Bundestagswahl wird es wohl nichts mehr werden mit der Bafög-Reform, aber die Debatte, die die neue Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) angestoßen hat, geht in die richtige Richtung. Sie hat vorgeschlagen, das Bafög auf Teilzeitstudenten auszuweiten. Zudem solle die 2010 bereits von 30 auf 35 Jahre angehobene Altersgrenze für die Bafög-Berechtigung nochmals steigen. Die Überlegungen sind berechtigt. Denn zunehmend wird gefordert, dass Arbeitnehmer sich lebenslang, auch akademisch, weiterbilden.
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Belohnung in Aussicht
21. März 2013
Es ist eine gute Nachricht für alle Lehrer und Lehramtsstudenten: Die Pädagogen sollen künftig einfacher das Bundesland wechseln können. Und zwar sowohl für das Referendariat als auch als fertig ausgebildeter Lehrer. Die Kultusminister der Länder haben sich darauf geeinigt, die Berufsabschlüsse der Lehrer bundesweit gegenseitig anzuerkennen.
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Uni geht uns alle an
7. März 2013
Auf den ersten Blick mag das sehr schnöde erscheinen: Da wird eine altehrwürdige Universität daran gemessen, wie viele Arbeitsplätze durch sie in der Region gesichert werden und wie viel Geld ihre Studenten hierzulande ausgeben. So geschehen an der Universität Halle, die in dieser Woche die Studie „Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor Universität Halle“ veröffentlicht hat. Die Untersuchung der Arbeitsgruppe Sozialgeographie um den halleschen Professor Klaus Friedrich hat ergeben, dass durch die Uni jährlich Einkommenseffekte von 278 Millionen Euro in der Region entstehen, und die Hochschule als Wirtschaftsfaktor mehr als 8 100 Arbeitsplätze sichert. Diese Überlegungen haben in Zeiten von Debatten um Mittelkürzungen im Hochschulbereich durchaus ihre Berechtigung – das wird spätestens auf den zweiten Blick klar.
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Drogen im Hörsaal
7. März 2013
Koffein, Ritalin, Kokain – vom in Maßen genossen harmlosen Aufputschmittel über verschreibungspflichtige Medikamente bis hin zu illegalen Drogen: Alle diese Substanzen scheinen Studenten zunehmend als Hifsmittel anzusehen, um ihre Leistungsfähigkeit im Studium zu steigern. Das jedenfalls legt eine Studie nahe, die jetzt von Mainzer Wissenschaftlern publiziert wurde. Die Autoren gehen davon aus, dass rund jeder fünfte Student in Deutschland sogenanntes „Hirndoping“ betreibt. Vorhergehende Erhebungen zu dem Thema hatten weit niedrigere Zahlen zum Ergebnis.
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